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Alte Reifen: Mikroplastikpartikel und Mikrogrummi aus Reifenabrieb verschmutzen die Umweltzoom
 

DRAINFIX®CLEAN - Rinnensystem filtert Mikroplastik und Mikrogummi aus Reifenabrieb

 

 
Reifenspuren zeigen Reifenabrieb von Autoreifenzoom

1. Was ist Reifenabrieb?

1.1 Wie entsteht Reifenabrieb?

Beim Fahren eines Autos entsteht der sogenannte Reifenabrieb. Verstärkter Reifenabrieb ergibt sich beim Beschleunigen, Bremsen und Kurven fahren. Auch beim Befahren von Schotterpisten oder Bergfahrten entsteht Reifenabrieb. Laut Berechnungen sind es Deutschland jährlich 110.000 Tonnen. Hauptverantwortlich sind Pkws, die mehr als 11 mal so viel Mikroplastik verursachen wie Lkws.  

 

1.2 Mikroplastik und Schadstoffe im Reifenabrieb

Über Reifenabrieb entstehen hohe Mikrogummiausträge in die Umwelt. Mikrogummi bildet auf unseren Straßen eine der größten Stoffgruppen der Mikroplastikemissionen. Schätzungen zufolge ist Reifenabrieb der Verursacher von ca. 97% des insgesamt in der Umwelt freigesetzten Mikrogummis.

Neben natürlichem und synthetischen Kautschuk finden sich in Autoreifen auch Füll- und Zusatzstoffe. Diese bestehen aus: Vulkanisierungsmitteln, Antioxidantien, Weichmacher, mineralischen Füllstoffe und Schwermetalle. Das abgeriebene Gemisch der Reifen tritt auch in Kombination mit anderen Schadstoffteilen auf, wie beispielsweise im Verbund mit Partikeln des jeweiligen Straßenbelags und weiteren freien Partikel von der Oberfläche. Reifenabrieb ist zwischen 5-350 µm groß und hat eine relativ hohe Dichte (1,8g/cm²), sodass er sich als Mikroplastikpartikel oder Feinstaub auf der Straße und am Straßenrand absetzt.

 

1.3 Durch Straßenverkehr verursachtes Mikroplastik gelangt in die Umwelt

 

Ein Blick in die Top 10 der Mikroplastik-Quellen in Deutschland zeigt auf, dass der Straßenverkehr mit dem Reifenabrieb nicht nur die größte Ursache für Mikroplastik in der Umwelt ist, sondern mit dem Abrieb von Bitumen im Asphalt zudem Platz drei und mit dem Abrieb von Fahrbahnmarkierungen Platz 9 belegt.

Laut Umweltbundesamt entstehen jährlich 110.000 Tonnen Reifenabrieb allein auf deutschen Straßen. Wenn es regnet, wird der abgesetzte Reifenabrieb von der Straße in das sich neben der Fahrbahn befindende Entwässerungssystem gespült. Zuvor haben sich weitere Schadstoffe an die Mikroplastikpartikel vom Reifenabrieb gebunden. Je kleiner die Partikelgröße (<AFS63), desto größer die zur Verfügung stehende Oberfläche zur potentiellen Schadstoffbindung.

Verkehr auf der Autobahn: Reifenabrieb, Fahrbahnmarkierungen und Bitumen von Asphalt verschmutzen als Mikroplastik die Umweltzoom
 

Die Schadstoffe gelangen entweder direkt in die Kanalisation oder auf angrenzende Grünflächen und versickern dort ungefiltert im Erdreich. Hinzu kommt die Verwendung von korrosionsfördernden Tausalzen im Winter, was zu einer deutlich höheren Konzentration von Schwermetallen im Regenabfluss führt.

Untersuchungen haben ergeben, dass verkehrsbedingter Feinstaub und Mikroplastik Auswirkungen auf in benachbarten Gewässern lebenden Tieren und Organismen hat. Rückstände aus dem Reifenabrieb wurde in dort lebenden Fischen, Krebsen oder Muscheln nachgewiesen.

Nur durch Oberflächenfiltration (mit einem speziell dafür abgestimmten Filtermaterial) lassen sich zuverlässig fragmentierte Mikroplastikpartikel und daran gebundene Schadstoffe aus dem Regenwasser filtern, sodass nur sauberes Wasser ins Grundwasser gelangt.

 

2. Wie kann verhindert werden, dass Reifenabrieb in die Umwelt gelangt?

2.1 DRAINFIX CLEAN: Effektive und ökologische Niederschlagswasserbehandlung

Die Filtersubstratrinne DRAINFIX CLEAN ist eine intelligente Entwässerungslösung, die Niederschlagswasser sammelt, filtert und reinigt. Das System besteht aus dem Filtersubstrat CARBOTEC 60 sowie beispielsweise aus schwerlastbefahrbaren FASERFIX SUPER Rinnen.  Auch andere Rinnenunterteile können je nach Belastung und hydraulischen Anforderungen eingesetzt werden.

Um Mikroplastik und Mikrogummi durch Reifenabrieb und andere Schadstoffe effektiv zurückzuhalten, wurde das Substrat mit einem speziell dafür ausgelegten Filterwiderstand entwickelt. Dieser spezielle Filterwiderstand sorgt dafür, dass die Reinigungsleistung selbst bei ungleichmäßiger Anströmung, großen Anschlussflächen und Starkregen funktioniert.

Vorteile des speziellen Filtersubstrats CARBOTEC 60:

  • Hoher Carbonatgehalt (Carbonatvorrate für viele Jahrzehnte)
  • Fällung/Bindung von gelösten Schwermetallen
  • Zuverlässige Filterwirkung und dauerhafter Rückhalt von Feinstpartikeln wie Mikroplastik

 
 

2.2 Die Funktionsweise der Niederschlagswasserbehandlung mit DRAINFIX CLEAN

Die Reinigung des Niederschlagwassers durch das Wirkungsprinzip der Oberflächenfiltration (Filtergeschwindigkeit weniger oder gleich 2m/h): Die Substratschicht hält Mikroplastik, Reifenabrieb und Schadstoffe zurück. Dank der systembedingten Oberflächennähe sorgt diese atmosphärische Exposition für eine gute Belüftung, wechselfeuchte Bedingungen und eine hohe Aktivität von Mikro- und Kleinlebewesen an der Filteroberfläche. Das schafft gute Verhältnisse für die aerobe, biogene Restrukturierung des sogenannten Filterkuchens von dem trockenfallenden System. Dies erhält eine langfristige Durchlässigkeit und erlaubt eine einfache und kostengünstige Wartung.

Gemäß Zulassungsverfahren, ist eine erste Filterinspektion erst nach 10 Jahren nötig. Im Wartungsfalle muss dank der Oberflächenfiltration lediglich der Filterkuchen entfernt werden. Dabei bietet die leicht zu öffnende Abdeckung einen einfachen Zugang zum System.

Durch die hohe Belastungsklasse der Entwässerungslösung kann das System auch als Teil der Verkehrsfläche überfahren werden, was keinen zusätzlichen Flächenbedarf notwendig macht. Im Gegenteil, aufgrund der Größe weist die DRAINFIX CLEAN Filtersubstratrinne ein vielfach größeres Filterflächenverhältnis auf als herkömmliche Straßenabläufe oder Schachtsysteme.

Straßenabfluss vor und nach der Behandlung mit CARBOTEC 60zoom
Straßenabfluss vor und nach der Behandlung mit CARBOTEC 60
 
 

3. Feldversuch unterstreicht Wirksamkeit in der Praxis

DRAINFIX CLEAN mit DIBt-Zulassungzoom

Feldversuche haben gegenüber Laborversuchen den entscheidenden Vorteil, dass Vorgänge und Entwicklungen unter realen Bedingungen gemessen und beurteilt werden können, wie z. B. chemisch-physikalische Prozesse oder ganzjährige Messungen unter verschiedenen Witterungseinflüssen. Zur Entwicklung und betrieblichen Beurteilung der DRAINFIX CLEAN betreibt HAURATON seit vielen Jahren die Versuchsanlage in der Derchinger Straße in Augsburg.

  • Fortwährender Test seit 2009 bis heute
  • Einleitung der Niederschlagsabflüsse von stark befahrener Bundesstraße 
  • Keine Straßenkehrung
  • Messung der Zu- und Abläufe
  • Ermittlung von Schadstoffgehalten, Wirkungsgrad und hydraulischer Leistung
  • Besonderheit: Messung im Winter bei starkem Tausalzeinsatz

Nicht nur die Ergebnisse der Messungen an der Versuchsanlage, sondern auch die Resultate bei der DIBt-Zulassungsprüfung bestätigen die Wirksamkeit von DRAINFIX CLEAN. Das verschafft doppelte Sicherheit.

 
 
 

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