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SPORTFIX®CLEAN - System filtert Mikroplastik aus Kunstrasen

 

 
Mikroplastik wird vom Meer an die Strände gespültzoom

1. Was ist Mikroplastik

Unter Mikroplastik werden Plastikpartikel verstanden, die fünf Millimeter und kleiner sind. Oftmals sind die Teilchen so winzig, dass sie für das menschliche Auge kaum zu erkennen sind. Daher wird in den Medien auch häufig die Beschreibung „unsichtbares Mikroplastik“ verwendet. Makroplastik hingegen bezeichnet größere Kunststoffteile, wie Plastiktüten, Verpackungen oder Fischernetze.


1.1 Herkunft und Verbreitung von Mikroplastik

Bei Mikroplastik denken viele zunächst an Mikroplastik in Kosmetik, u.a.

  • Peeling
  • Duschgel 
  • Shampoo 

Die größten Verschmutzer sind vielen gar nicht bekannt: Der Abrieb von Milliarden Reifen im Straßenverkehr und vor allem die unzähligen Sportplätze aus Kunstrasen sind eine der größten Quellen von Mikroplastik in unseren Weltmeeren. Bei allen genannten Beispielen spricht HAURATON von primärem Mikroplastik, da hier direkt die feinen Partikel entstehen. 

Unter sekundärem Mikroplastik werden die Plastikpartikel verstanden, die durch die Zersetzung von größeren Kunststoffteilen im Gewässer (z.B. Verpackungen) entstanden sind. Dieser Vorgang dauert Jahre. 

 

1.2 Gefahren: Mikroplastik schadet der Umwelt und unserer Gesundheit

Mikroplastik ist heutzutage in allen Bereichen der Umwelt nachweisbar:

  • in Ozeanen
  • in Böden
  • in Flüssen 
  • im Grundwasser
  • sogar in Trink- und Mineralwasser

Mikroplastik ist nur schwer abbaubar. In der Umwelt unterliegen die winzigen Plastikpartikel weiteren Fragmentierungen, wodurch sie auch moderne Trinkwasseranlagen passieren können. Diese Partikel funktionieren oftmals als Träger von Schadstoffen, wie Krankheitserregern oder Schwermetallen. Sie kommen über das Abwasser in die Umwelt - durch Flüsse in die Weltmeere und gelangen so über Kleinlebewesen in unseren Nahrungskreislauf und damit als Ablagerung in unseren Körper. Die gesundheitlichen Folgen von Mikroplastik für den menschlichen Organismus sind noch nicht abschätzbar. Das Vermeiden bzw. Rückhalten von Mikroplastik aus allen Quellen ist als effizienteste Maßnahme daher zwingend erforderlich. 

 

2. Meeresverschmutzung durch Plastik und Mikroplastik

Dieses Bild kennen Sie bestimmt: Touristen schlendern an einem weißen, feinen Sandstrand entlang, die Blicke verlieren sich im türkisfarbenen, kristallklaren Wasser. Zumindest an der Oberfläche, kurz darunter finden sich bereits Berge voller Plastikmüll und Mikroplastik-Teilchen.


Diese Umweltverschmutzung zerstört die Urlaubsstimmung und folgende Gedanken kommen auf:

  • Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?
  • Wie kommt Mikroplastik in unsere Nahrungskette?

Zwei greifbare Beispiele auf diese Fragen:

  • Mikropartikel, die durch den Abrieb von Autoreifen auf die Straßen gelangen und durch Regen in die Natur abgeleitet werden, gelangen über die Abwassersysteme in Flüsse und ins Meer. 

  • Oder bislang weniger bekannt:
  • Mikroplastik-Granulat von Kunstrasenplätzen wird über Niederschlag, Wind und Abrieb durch die (Nutzung) Sportler in die Kanalisation gespült und gelangt auf diesem Wege in die Gewässer und schließlich in die Ozeane der ganzen Welt. 
 

2.1 Folgen von Plastik in den Weltmeeren

Meeresverschmutzung durch Berge von Plastikmüll und Mikroplastik-Teilchenzoom
 

Wieso bedrohen Kunststoffe zunehmend die Meeresökosysteme? Forschungen der letzten Jahre beweisen, dass Mikroplastik-Teile und Plastikmüll in den Ozeanen gefährliche Müllstrudel, bzw. riesige Müllteppiche, erzeugen. 

Hier einige Szenarien und Folgen: 

  • Mikroplastik gelangt in die Nahrungskette: Plankton nimmt es auf, Fische fressen das Plankton oder Mikroplastik und der Fisch landet auf unseren Tellern.
  • Tausenden von Lebewesen, wie Schildkröten, Wale und Delfine verfangen sich im Plastikmüll, wie alten Fischernetzen und verletzten sich oftmals bei verzweifelten Befreiungsversuchen. 
  • Fische und viele weitere Tierarten nehmen Kunststoffabfälle auf, was zur Folge hat, dass das Mikroplastik den Verdauungstrakt der Tiere blockiert. 
  • In unserem Leitungs- und Mineralwasser steigt ebenfalls die Anzahl der Mikroplastikpartikel, wir nehmen es bereits heute täglich auf.
  • Die Folgen für die Gesundheit sind auf Basis des heutigen Wissensstands nicht absehbar.

 
 
Verfüllter Kunstrasenplatz mit Granulat aus Mikroplastikzoom

3. Mikroplastik in Kunstrasen

3.1 Problematik von Kunstrasenplätzen

250 bis 300 kg: So groß ist die Menge an Mikroplastik, die jedes Jahr bei einem modernen Kunstrasenplatz ausgetragen wird. Aktuell gelangen mehrere Tonnen von Mikroplastik durch den Einsatz von Kunstrasen in unsere Umwelt – sofern die Partikel zuvor nicht herausgefiltert und zurückgehalten wurden.

Weltweit wird im Sportplatzbau immer mehr auf Kunstrasenplätze gesetzt, denn die synthetischen Beläge

  • sind robust und witterungsbeständig
  • erfordern weniger Pflege
  • benötigen keine Düngung oder Beregnung 
  • bieten hohe Qualitätsstandards für die Sicherheit der Sportler, sehr gutes Ballrollverhalten und
  • ermöglichen eine hohe Nutzungsdauer von 1.700 Stunden pro Jahr (gegenüber 400 – 800 Stunden bei Naturrasen) und eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren.
 

Plastikgranulat in Kunstrasen

Bei Kunstrasenplätzen wird zwischen zwei verschiedenen Varianten unterschieden: unverfüllter Kunstrasen und der mehrheitlich verwendete verfüllte Kunstrasen.

Kunstrasenflächen sind umweltschädlich und Gesundheitsrisiken für Tier und Mensch? Nein, denn nicht der Kunstrasen selbst ist das Problem – allerdings das für die Füllung mehrheitlich verwendete EPDM-Granulat (Infill-Material beim verfüllten Kunstrasen). Auch die synthetischen Grasfasern sind wiederkehrenden Belastungen ausgesetzt, können beim Spielbetrieb abbrechen und sind folglich ebenfalls schädlich für die Umwelt.

 

Der Aufbau von verfüllten Kunstrasen bei Fußball, Hockey und Rugby-Plätzen

 
Austragung Mikroplastik Kunstrasen in Karlsruhezoom

Die meisten Kunstrasenplätze bestehen aus mehreren Schichten: Drainagebelag, darüber eine Elastikschicht, gefolgt von langen Kunstfasern, die von einer Gummigranulat-Füllung stabilisiert werden. Dieses spezielle Gummigranulat sorgt auf dem Rasen für die notwendige Dämpfung und die gewünschten Spieleigenschaften. Auf Grund von Witterung, Wind, Regenabfluss und durch den mechanischen Abrieb bei hohen Trittbelastungen während des Sportbetriebs – insbesondere bei Fußball oder Rugby – lösen sich winzige Partikel und Fragmente der Grashalme brechen ab. Daraus ergibt sich im Verlauf eines Jahres die Austragsmenge von 250 bis 300 kg Mikroplastik pro Spielfeld, die ungefiltert in die Umwelt gelangt.


Wenn Sie schon einmal auf einem Kunstrasenplatz Sport gemacht haben, kennen Sie das Problem bestimmt: die kleinen Plastikteilchen sammeln sich selbst in Sportkleidung und Schuhen. Unter Beachtung aller relevanten Aspekte (Inhaltsstoffe, Recyclingfähigkeit und Austragungsverhalten bei Mikroplastik) können Kunstrasen nicht per se als umweltschädlich bezeichnet werden, wenn entsprechende Filterlösungen eingesetzt werden. Das Problem kann also durch die folgenden Lösungsansätze minimiert werden.


 
 

3.2 Kunstrasen Alternativen ohne Mikroplastik

Würden alternative Materialien als Füllung für den Kunstrasen verwendet werden, könnte die Verschmutzung vermieden werden. Einige Kunstrasensysteme werden mehrheitlich mit Naturstoffen, wie Quarzsand, Kork und Kalk und nur zu kleinen Teilen mit Kunststoff-Granulat verfüllt. Hier wird folglich weniger schädliches Infill-Material verwendet - eine 100 % Lösung ohne Mikroplastik ist dies allerdings nicht. Problematisch ist bei diesen Alternativen oftmals die mögliche Schimmelbildung durch den Einsatz der organischen Naturstoffe in einem dauerhaft feuchten Umfeld.

 

4. SPORTFIX®CLEAN Filtersystem: Oberflächenfiltration hält kleinste Mikropartikel zurück

4.1 Lösung SPORTFIX®CLEAN

HAURATON hat für das Filtern und Zurückhalten von Mikroplastikpartikel eine sichere und wirkungsvolle Lösung: Im Entwässerungssystem und Rinnenfilter SPORTFIX CLEAN werden durch das Filtersubstrat Carbotec 60 Partikel mit kleinsten Korngrößen von bis zu 0,45 µm (0,00045 mm) zuverlässig herausgefiltert. SPORTFIX CLEAN ist eine wichtige Maßnahme, um Mikroplastik in den Gewässern und Meeren zu verringern. Mit einer regelkonformen Dimensionierung werden Rückhalteleistungen von über 90 % erreicht.

Filtersubstratrinne SPORTFIX CLEAN zur Niederschlagswasserbehandlung von Kunstrasenplätzen

Die drei wichtigsten Funktionen der SPORTFIX CLEAN:

  • Sichere Linienentwässerung entlang von Kunstrasenflächen
  • Große Filterfläche zur Aufnahme von Partikelfrachten
  • Dauerhaftes Zurückhalten und Filtern partikulärer Schadstoffe

Darüber hinaus kann das mit dem Filterrinnensystem gereinigte Wasser nachfolgend gespeichert und einer weiteren Nutzung, wie der Bewässerung umliegender Naturrasenflächen oder angrenzenden Grünanlagen, zugeführt werden, was wertvolles Trinkwasser einspart.

Austragung Mikroplastik Granulat von einem Kunstrasenplatz in Karlsruhezoom
 

Die SPORTFIX CLEAN Entwässerungslösung im Detail:

Zwei bewährte Systeme werden kombiniert: SPORTFIX PRO mit GUGI-Kunststoff-Gitterrost und die Filtersubstratrinne DRAINFIX CLEAN. 93 % der Regenereignisse werden über die Entwässerungsrinne SPORTFIX CLEAN abgefangen. Die restlichen 7 % werden über einen Sammel- und Überlaufschacht im Einlaufkasten abgeführt. 


Der Rinnenfilter der SPORTFIX CLEAN funktioniert nach dem Prinzip der Oberflächenfiltration: An der Filteroberfläche werden nicht nur kleinste Kunststoffteilchen (>0,45μm) zurückgehalten, sondern auch im Niederschlagswasser enthaltene Schmutzstoffe (mineralische Stoffe, wie Sand- und Tonteilchen und organische Bestandteile wie Laub, Pollen und Gräser). Außerdem werden Schadstoffe wie Schwermetalle oder Kohlenwasser- und Mineralölkohlenwasserstoffe herausgefiltert. 

SPORTFIX CLEAN, angeschlossen an Rohrleitung, filtert Mikroplastik aus Kunstrasenplätzenzoom
SPORTFIX CLEAN, angeschlossen an Rohrleitung, filtert Mikroplastik aus Kunstrasenplätzen
Das Filtersystem SPORTFIX CLEAN an eine Zisterne angeschlossenzoom
Das Filtersystem SPORTFIX CLEAN an eine Zisterne angeschlossen
 

Große Wartungsintervalle als Sicherheit für Betreiber

Das System arbeitet nachweisbar über lange Zeiträume zuverlässig. Die Wartungsintervalle liegen weit auseinander und die Reinigung des Filters ist einfach: Nach vielen Jahren der Nutzung bildet sich an der Filteroberfläche ein sogenannter Filterkuchen. Dieser wird bei einer Wartung abgeschält und lediglich das entfernte Filtersubstrat wird wieder aufgefüllt.


4.2 Einsatzgebiete des Systems

Ob Fußball-, Hockey oder Rugbyplatz – wo Kunstrasensportanlagen auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen, sind in der Regel auch Entwässerungssysteme nötig. Nicht nur vom Spielfeld abfließendes und mit Mikroplastik belastetes Oberflächenwasser, sondern auch durch Abrieb und Wind transportierte Mikroplastikteile werden entlang des Platzes sicher erfasst. Im Rinnenstrang wird das Wasser gesammelt und abgeleitet. Das HAURATON Filtersystem kann auch in bestehenden Anlagen nachträglich eingebaut werden.

 
 

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